Die schwierigste Sache überhaupt – den Zustand der Ordnung erhalten. Weil man nicht jeden Tag hinter sich herräumen will. Weil man einen anstrengenden Tag hatte. Weil gerade andere Dinge wichtiger sind. Es gibt 100 000 Gründe warum man gerade nicht aufräumen will. Den inneren Schweinehund bekämpft man auch hier nicht von heute auf morgen. Um eine schlechte Angewohnheit abzulegen und mit einer neuen, tollen zu ersetzen, braucht man etwa 30 Tage. Wenn man die durchgehalten hat, dann ist einem das Neue, Ungewohnte in Fleisch und Blut übergegangen. Wenn man es also schafft, 30 Tage lang diszipliniert Ordnung zu halten, ist das einem danach so zur Routine geworden, dass es einem nicht mehr schwer fällt. Man macht es einfach ohne darüber nachzudenken.
Außer der eigenen Disziplin gibt es aber auch Tricks, die einem die neue Angewohnheit einfach machen. Zum Beispiel nimmt man sich im Überschwang der Motivation viel zu viel vor, scheitert, fühlt sich mies, und das Chaos hält wieder Einzug. Es ist sinnvoller, sich nur eine Sache vorzunehmen, diese zu etablieren und erst wenn sie sitzt mit etwas Neuem anzufangen. So dauert es zwar länger, bis man das finale Ziel erreicht hat, aber dafür sind die Erfolgserlebnisse auch häufiger. Einige mögliche neue Angewohnheiten die mit dieser Methode etabliert werden können sind Dinge die man jeden Tag macht. Wie zum Beispiel:
- Jeden Abend Abspülen und die Küche sauber aufräumen
- Bevor man ins Bett geht alle herumliegenden Kleidungsstücke einsammeln und versorgen
- Nach dem man fertig ist mit Arbeiten den Schreibtisch aufräumen
- …
Eine weitere Möglichkeit die eigene Disziplin zu unterstützen, ist das Einführen eines Wochenplanes. An jedem Tag gibt es einige wenige bestimmte Tätigkeiten auszuführen wie zum Beispiel Staubsaugen, Bad putzen, etc. So muss man sich nicht selbst daran erinnern sondern nur drauf gucken und erledigen. Innerhalb einer Woche hat man alles ein- oder zweimal getan und die Wohnung hat sich wie von selbst geputzt und aufgeräumt. Aufgaben, die sich mit dieser Methode gut koordinieren lassen, sind:
- Staubsaugen
- Klo putzen
- Wäsche waschen
- Blumen gießen ((Für alle die das gerne vergessen…))
- Eingangsfächer im Homeoffice leeren
- alle Oberflächen leer räumen und abstauben
- …
Nicht jeder hat Zeit oder Lust nach einem anstrengenden Tag noch ein bisschen Hausputz zu erledigen. Statt all die Aufgaben über eine Woche zu verteilen, kann man stattdessen einen festen Putztag einrichten. An dem muss man dann zwar ein bisschen mehr arbeiten, als wenn man jeden Tag etwas machen würde, aber letztlich geht es darum, regelmäßig aufzuräumen und zu putzen.
Und wenn es dann einmal mit der Disziplin doch nicht geklappt hat: Nicht sich selber fertig machen. Es bringt nichts mit sich zu hadern und unzufrieden zu sein. Lieber genau prüfen, woran es gelegen hat dass es nicht funktioniert hat, und noch einmal probieren. Nichts ist unmöglich.
Zusammenfassung:
- Eine neue Angewohnheit braucht 30 Tage, bis sie sich eingenistet hat
- Sich eine Sache nach der anderen vornehmen, und nicht alles auf einmal
- Die nächste neue Angewohnheit erst einführen wenn die aktuelle sitzt
- Zur Unterstützung der eigenen Disziplin einen Putzplan oder einen festen Putztag einrichten
- Nicht verzweifeln und hadern, wenn die guten Vorsätze nicht funktionieren, sondern neu probieren